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Verwaltung - Verwaltung

Über der Wiege des SCN hing als Enblem nicht der Fussball, dem der Verein heute überwiegend huldigt, sondern die Symbole des Turnens.

Im Jahre 1906 wurde in Anwesenheit von einigen Herren durch den damaligen „Adler-Wirt“ Adolf  Schof in dessen Gasthaus der Verein  „Freie Turnerschaft Neuburgweier“ aus der Taufe gehoben. Er übernahm selbst als erster die Führung des Vereins, der zu Anfang 13 Mitglieder zählte.

Der 1. Weltkrieg unterbrach schon nach wenigen Jahren das blühende Vereinsleben. Erst ab 1920 lebte der Verein wieder auf. Die Jugend hatte allerdings während des Krieges auf den Ortsstraßen Fussball gespielt und wollte nun diesen Sport auch innerhalb des Vereins betreiben. Doch die Vorstandschaft lehnte den Fussball als Fremdkörper im Verein ab und drohte mit „ Ausschluss aus dem Verein“. So bildeten sich zwei befehdende Parteien, die gleich stark gewesen sein dürften.
Schließlich trennte sich die Fussballjugend von den Turnern, d. h. sie zogen aus dem „Schwarzen Adler“ aus und nisteten sich in den „Drei Lilien“ ein.

1921 meldete man dann die Fussballabteilung offiziell dem Arbeiter-, Turn- u. Sportbund. So kehrten die Fussballer  in den Schoß des Vereins zurück.
 
1925-1928 existierte auch eine innerhalb des Sportvereins gegründete Sängergruppe als Gegenpol zu dem bestehenden Gesangverein „Liederkranz“.

1933 liquidierte die nationalsozialistischen Machthaber den Verein. Vereine konnte man auslöschen, nicht aber die Kameradschaft seiner Mitglieder und ihre Liebe zum Sport und dem Vereinsleben. Sofort trat die Vereinsfamilie wieder zusammen und gründete den „Sport-Club Neuburgweier“.
Weil die erforderlichen Geräte aus Geldmangel nicht beschafft werden konnten, wurde das Turnen vorerst aufgegeben.
Bereits 1934 stellten sich die fussballerischen Erfolge ein und der Mannschaftssport Fussball konnte einen bedeutenden Aufschwung bis Kriegsbeginn erfahren

Als 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, wurde das sportliche Geschehen für sechs Jahre fast völlig  zum Erliegen gebracht.
Dem Gründungsmitglied Josef Hettel war es zu verdanken, dass der SCN trotz großer Verluste (33 Mitglieder, das waren 1/3 der damaligen Vereinsstärke, kehrten nicht mehr heim), Wirren und Mängel der Nachkriegszeit bereits wieder im Jahre 1946 zum Leben erweckt wurde. Er leitete 20 Jahre die Geschicke des Vereins. Unter seiner Regie wurde unser heutiges Sportgelände angelegt, ursprünglich nur mit einem Fussballfeld, aber schon in den 50iger Jahren mit eigenem Clubhaus.

In der Ära von Josef Hettel begann auch Gustav Kiesel seine Verwaltungsarbeit für den SCN, der mehr als drei Jahrzehnte das Amt des Kassiers ausübte.

1949/1950 schaffte man auf Anhieb den Aufstieg in die A-Klasse.
1959 klopfte man an die Tür zur 2. Amateurliga an.

In diesen Jahren konnte mit Unterstützung der Gemeinde der heutige Sportplatz angelegt werden. Eine Baracke des ehemaligen Reichsarbeitsdienstes wurde in Feierabendarbeit als Clubhaus mit Umkleidekabinen, Wasch- u. Versammlungsraum, umgebaut. Diese Jahre waren auch bestimmt von einer neu beginnenden Jugendarbeit. Sie lag damals in den Händen von Erwin Hettel.

1964 gelang erstmals unter Trainer Willi Kirchner der Aufstieg in die 2. Amateurliga.
1968 musste man sich aufgrund widriger Umstände aus der 2. Amateurliga wieder verabschieden.

Im Zeitraum 1968-1970 fügten die Verantwortlichen unter baulicher Leitung von Erwin Hettel dem alten Clubhaus einen Neubau an.

In der Spielsaison 1970/71 stieg die Fussballmannschaft mit einem Durchschnittsalter von 23,5 Jahren zum 2. Mal in die 2. Amateurliga auf. Der Verein verzeichnete allerdings in den siebziger Jahren viele Spielerabgänge, weshalb der  Abstieg in die A-Klasse nach Jahren der Zugehörigkeit zur 2. Amateurliga nicht mehr abzuwenden war.

In den 80er Jahren entwickelte sich der weiße Sport in ganz Deutschland langsam zum zweiten Volkssport. Dies inspirierte auch die Vereinsführung des SCN und erweiterte seine Vereinsstruktur. Diverse Abteilungsgründungen wurden vorgenommen:
1971: Aufnahme der Karate-Gruppe in den Verein als offizielle Abteilung
1975: Gründung einer Turngruppe
1979: Gründung der Tennisabteilung

1980 wurde auf dem erweiterten Gelände vor dem Clubhaus eine Pergola erstellt. Weitere Baumaßnahmen waren die Erweiterung der Umkleidekabinen und der Neubau einer Flutlichtanlage für den Trainingsplatz sowie die Tennisanlage.

Im März 1989 wählten die Vereinsmitglieder eine neue Verwaltung. Mitglieder der damaligen „Alten-Herren-Mannschaft“ waren bereit, Verantwortung zu übernehmen.
In den nächsten acht Jahren wurde die Platzanlage des SCN insgesamt neu strukturiert: Unter anderem erfolgte die Sportplatzanlagen-Renovierung mit dem Ausweichplatz zu einem geeigneten Trainingsplatz, neben dem Austausch der Flutlichtanlage folgte ein Brunnenbau zur Beregnungsanlage für die Tennisplätze - dem Trainings- und dem Rasenplatz, zwei Ballfangzäune und eine neue Barriere um den Rasenplatz wurde eingerichtet.

Als vorläufig letztes Projekt wurde das Innere des Clubhauses neu gestaltet, die  Vergrößerung der Küche, die Neugestaltung des Thekenbereiches und neue Möblierung unter der Mithilfe der Privatbrauerei Hoepfner beendeten das Vorhaben.

Auf ca. 460.000,- DM beliefen sich die Investitionen in den Jahren 1989-1996. Die mit diesen hohen Ausgaben verbundenen Arbeiten bedurften der Mitarbeit vieler rüstiger und fachkundiger Vereinsmitglieder.

In der Jahreshauptversammlung im Januar 1997 übergab nach acht Jahren verantwortlicher Vereinsführung der 1. Vorsitzende Konrad Schindele die Geschicke des Vereins an seinen Nachfolger Frank Riedel. Mit diesem „Stabwechsel“ verbunden war auch der personelle Wechsel in einigen weiteren Funktionen: Georg Eich wurde Finanzchef, unterstützt von Steffen Kolb und Sven Pfattheicher, Manfred Schneider wurde Jugendleiter und Wolfgang Stigler 2. Vorsitzender. Frank Riedel verstarb im Oktober 2005 an den Folgen einer schweren Erkrankung. Wiederum gab es einen Wechsel in der Vereinsführung. 1. Vorsitzender wurde sodann Roland Kiesel für 2 Jahre.

2006 feierte der Verein sein 100jähriges Jubiläum. Die Vereinsführung investierte zu diesem besonderen Ereignis viel in die Sanierung des Vereinsgeländes, der Pergola, der Umkleideräume, der sanitären Anlagen und des Clubhauses.
2008 stieg man nach 18-jähriger Zugehörigkeit von der Bezirks bzw. Kreisliga  in die Kreisstaffel A und ein Jahr später in die Kreisstaffel B ab.

Unter der Stabführung von Wolfgang Stigler als 1. Vorsitzenden und David Pferrer als 2. Vorsitzenden kann im Jahre 2010 der Verein 150 an sportlichen Aktivitäten interessierte Jugendliche verzeichnen, insgesamt hat der Verein einen Mitgliederbestand von 600 passiven und aktiven Sportlern.
Aktuell gibt es 4 Abteilungen: Tennis, Turnen Fußball und Laufen. Erstmals nach einiger Zeit konnte wieder eine eigene Jugend im Tennis am Spielbetrieb teilnehmen. Die Jugenden im Fußball sind von der G- bis zur C-Jugend besetzt.


 

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